Casa Sollievo della Sofferenza
Auf den Spuren des heiligen Pio ♿ Barrierefrei
Pater Pio nannte es „mein Geschöpf“. Die Casa Sollievo della Sofferenza, am 5. Mai 1956 eröffnet, entstand, um den Kranken des Gargano eine erstklassige Versorgung zu geben, und ist heute eines der führenden Forschungskrankenhäuser Italiens.
Den Namen gab er ihm selbst, und der genaue Tag ist bekannt. Am 14. Januar 1940, wenige Tage nach der Gründung des ersten Baukomitees, fragte ihn Mario Sanvico, wie das Werk heißen solle. Pater Pio antwortete sofort: „Sollievo della Sofferenza“ — Linderung des Leidens.
Um diesen Namen sammelten sich Menschen, die alles zurückließen, um hierherzukommen. Guglielmo Sanguinetti kam mit den Worten, er fahre nur seine Frau, und verließ 1946 das Mugello für den Gargano: Er starb zwei Jahre, bevor das Krankenhaus öffnete. Graf John Telfner, der den Ordensmann 1918 kennengelernt hatte, zog nach San Giovanni Rotondo und war bis zum Tod Pater Pios dessen alleiniger Verwalter — „wie kann man den Pater lieben und sein Werk nicht?“. Carlo Kisvarday, Apotheker aus Zadar, bekam zu hören „bau dir hier ein Häuschen“, und verbrachte den Rest seines Lebens damit, jede Spende einzeln aufzuschreiben.
Das Geld kam von weit her. Barbara Ward, englische Journalistin, bat Pater Pio um ein Gebet für ihren Verlobten: Dieser Verlobte, Kommandant Jackson, war Berater der UNRRA und erhielt vom Kongress der Vereinigten Staaten 400 Millionen Lire an Nachkriegsmitteln. Es kamen 250 Millionen, in Raten.
Doch die Arbeiten hatten schon vorher begonnen, mit nichts. Don Peppino Orlando hatte mit dem wenigen Geld in der Kasse einen armseligen Weg angelegt, und Barbara Ward, die fragte, was diese Männer da täten, antwortete er: „ein großes Krankenhaus“. „Und wer bezahlt?“. „Wer vorbeikommt, bezahlt“. Den Berg trugen Kriegsheimkehrer und Bauern aus dem Ort ab, geführt von Angelo Lupi.
Am Eröffnungstag begann Pater Pio so: „Meine Herren und Brüder in Christus, die Casa Sollievo della Sofferenza ist fertig. […] Dies ist das Geschöpf, das die Vorsehung mit eurer Hilfe geschaffen hat; ich stelle es euch vor“.
Für den Pilger ist es eine Station, die zählt: das konkrete Werk zu sehen, das aus der Nächstenliebe des Heiligen entstand, hilft seine Geschichte zu verstehen.
Die zitierten Worte stammen aus den Zeugnissen im Gedenkkalender der Casa Sollievo della Sofferenza.
Praktische Informationen
- Nur von außen zu besichtigen (Krankenhaus in Betrieb)
- Im medizinischen Notfall ist die Notaufnahme hier
- Telefonzentrale: 0882 4101
📍 Viale Cappuccini, 1